Skulpturenpark

TRA I MONDI

Der Ort von Carin Grudda

Die umgebende Natur wild, noch unverdorben von Menschenhand, – ein Fleck Erde, quasi prähistorisch, mit der Zivilisation in der Ferne, die man am Ende des Tales sieht …, – eine Terrasse, auf der die Skulpturen eine ungewöhnliche Verbindung eingehen in Harmonie mit dem umgebenden Ambiente.

Es scheint eine Symbiose zwischen der Kunst der Natur und der Kunst des Menschen.

Das Projekt, das 2001 ins Leben gerufen wurde mit dieser Initiative, geht aus von der Idee, einen Ort zu realisieren, in dem die natürliche »Inszenierung« der Landschaft den Betrachter in die Lage versetzt, den Inhalt oder die Essenz der Werke zu verstehen ohne Zwang oder Intervention.

Es ist ein offenes Projekt, – ein Anfang, eine erste Annäherung. Die Zeit, die Erfahrung, die Phantasie werden ihren Beitrag leisten.

Jahr für Jahr wird es wachsen, sich modifizieren – wachsen, wie die Eichen des nahen Waldes … – bis es sich zur Spur eines Übergangs entwickelt:
dem kulturellen Zeichen eines Menschen.

16 Jahre später …
Die Vision von einst ist angekommen, – das Konzept aber offen geblieben.

Der Park ist bewohnt und bevölkert: mit neuen Werken, die jedes Jahr hinzukommen oder verschwinden in zeitweilige Ausstellungen, mit Besuchern, Freunden, Kollegen, Kindern, Tieren und Kulturinitiativen.

Ein offener Salon der Begegnung, eine kulturelle Insel inmitten der noch immer unversehrten Natur, ein versunkener Ort des Schaffens, auch.

 

Stets begleitet von Musik – seien es die Froschkonzerte, die Grillen oder Zikaden, die metallischen Schreie der Schlangenadler und Falken, die Glocken der Ziegen des Nachbarn oder der Schafherden, die im Frühjahr ringsum weiden …
… im Dialog mit großen Pianisten, die im Atelier über dem Meer spielen, oder Sopranistinnen, die Schumannlieder singen –, dazu  die italienischen Chansons Turiner Freunde, keltische Musik, Tango und Tarantella – improvisiert und hervorgezaubert in den Sternstunden mancher Wochenenden.

Darüber hinaus alle Farben, die der Natur und die der Bilder, die sich satt trinken an Farbe; die Strenge des Schwarz – Weiß der großen Radierungen, die Fundstücke und Assemblagen, die die Geschichte dieser Gegend aufbewahren und mit der eigenen verbinden.

Und überall die Bronze – spielerisch oder als Wächter, archetypisch oder protokollierend, – jeweilig und ewig zugleich:
Eingebettet in die Natur und im beständigen Dialog mit ihrem Wechsel.

TRA I MONDI – der Raum ist zu einem Ort geworden, dank der Kunst.

Blick auf Lingueglietta

Der Weg durch Olivenhaine führt zum Skulpturenpark TRA I MONDI

DER NARR 2008, Bronze 148 x 118 x 114 cm, im Hintergrund PEGASUS

DER PFAHLKREIS – bestehend aus zwölf Bronzepfählen

Der Wolf – CREPE IL LUPO 2007, Bronze 75 x 50 x 175 cm

SCHNECKEN TRYPTICHON – HOMAGE AN DANIEL SPOERRI 2005, Bronze 40 x 45 x 5 cm

Filmtisch TI AMO 2000, Bronze 72 x 69 x 220 cm

Filmtisch TI AMO, Detailaufnahme

ROSA und BLÜMCHEN 2006, Bronze 80 x 171 x 49 cm, 32 x 55 x 18 cm

Brunnenmädchen HIER-WOANDERS 2007, Bronze 179 x 84 x 63 cm

PEGASUS groß 2000, Bronze 197 x 161 x 79 cm

KÖNIGSFISCH 2008, Bronze 45 x 60 x 30 cm

DIE EICHE 115 – HOMAGE AN JOSEF BEUYS 2001,
Bronze 333 x 108 x 94 cm

DIE KLEINE TÄNZERIN 2010, Bronze 128 x 124 x 47 cm

DIE GROSSE FRAU 2010, Bronze 128 x 124 x 47 cm, Detail